Wie sieht die digitale Realität in der Bauindustrie aus?

Zu einer durchgängigen Arbeitsweise gehören heute digitale Hilfsmittel. Bevor wir über die digitale Realität in der Bauindustrie sprechen, müssen wir einige Basiskomponenten betrachten. Die digitale Realität könnte ich auch mit Hilfe von konkreten Beispielen beschreiben. Wer meine kurzen Artikel liest, weiß dass ich keine Namen nenne oder Unternehmen öffentlich kritisiere. Als Auftragsautor oder als Mentor kann es schon sein, dass ich Dokumente im dreistelligen Seitenbereich verfasse.

Unsere Basiskomponenten

Unsere Basiskomponenten sind Objekte wie Baugruppen, Bauteile, Bauelemente, Teams aus unterschiedlichen Unternehmen und deren Mitarbeiter/innen sowie Leistungsbeschreibungen und die daraus resultierenden Aufgaben.

Objekte wie Baugruppen, Bauteile, Bauelemente

In allen BIM-Phasen gehören die Objekte und deren Daten in digitaler und realen Form mit dazu. Wir sprechen vom digitalen Zwilling. Das Wort digital impliziert, dass jederzeit die Objekte digital auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Egal ob wir das digitale Modell des Bauwerks planen oder wenn es später real erstellt wird und anschließend an das Facility Management übergeben wird.

Teams aus unterschiedlichen Unternehmen und deren Mitarbeiter/innen

In den BIM-Phasen Entwicklung, Planung, Bauausführung, Nutzung oder Abriss sind unterschiedliche Teams aktiv. Die Teammitglieder kommen in der Regel aus unterschiedlichen Unternehmen. Jedes Team sollte in jeder Phase produktiv und effizient zusammenarbeiten.

Leistungsbeschreibungen und die daraus resultierenden Aufgaben

In jeder Phase beschreiben die beteiligten Teams die Objekte. Die Beschreibungen werden immer detaillierter und komplexer. Im Übergang zwischen den Phasen und später auch in den Phasen selbst, entstehen aus den Beschreibungen Leistungsbeschreibungen, die von Team zu Team weitergegeben werden. Aus den Leistungsbeschreibungen resultieren vielfältige Aufgaben für einzelne Teammitglieder.

Der Einsatz von digitalen Werkzeugen

Im Idealfall sollten alle Phasen konsequent mit einer durchgängigen digitalen Lösung begleitet werden. Jeder Bruch in der digitalen Kette ist eine potenzielle Quelle für Fehler, Produktivitätsverlust und Rechtsstreitigkeiten. Überall wo Menschen zusammenarbeiten und wo Wetterauswirkungen nicht vorhersehbar sind, entstehen Fehler. Eine durchgängige, konsequente und transparente digitale Bearbeitung reduziert aber die Zahl der entstehenden Fehler von vornherein.

Wie sieht die digitale Realität in der Bauindustrie aus?

Wenn jeder seine eigene Situation einmal nüchtern und realistisch betrachtet, werden die allermeisten sich die Frage selbst beantworten können. Selbst in großen Konzernen, die alles in einer Hand haben, gibt es keine durchgängige digitale Arbeitsweise in allen BIM-Phasen. Die großen sind in der Lage, ihre digitalen Hilfsmittel zu vereinheitlichen. Die kleinen Unternehmen, die mit vielen Unternehmen zusammenarbeiten, sind weit davon entfernt. Vielleicht haben Sie meine vorangegangenen Artikel zu BIM und Lean Construction gelesen. Wenn jemand beide Methoden in seinem Unternehmen einsetzt, ist man auf einem guten Weg und man kann sogar 4 Sterne erreichen. Aber um 5 Sterne in der Bewertung zu erhalten, muss es eine komplette durchgängige digitale Bearbeitung geben.

Spannende Zukunftsfragen

Was muss eine durchgängige digitale Lösung können?

Wie muss eine durchgängige digitale Lösung gestaltet werden?

Warum werden durchgängige digitale Lösungen behindert?

Wer behindert, dass es durchgängige digitale Lösungen gibt?

Welche Konsequenzen resultieren aus den Erkenntnissen?

Vielleicht gibt es ja Unternehmen, die sich diese Fragen stellen und keine Antworten finden. Ich beschäftige mich schon sehr lange mit den Fragen und mit den Unternehmen, die Fragen stellen. Wer konkrete Hilfe benötigt, darf mich gern ansprechen.

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