Dimensionen

Gestern habe ich mit einem Klienten gechattet. Unser Chat wechselte irgendwann ins Philosophische über die Dimensionen in der Bauindustrie. Eine Erklärung des Begriffes Philosophie findet ihr in Wikipedia. Wenn man mit anderen über die Dimensionen in der Bauindustrie philosophiert, muss es nicht bedeuten, dass man immer gleiche Ansichten hat und zu gleichen Ergebnissen kommt. In meinem Artikel habe ich meine Überlegungen dazu kurz und knapp zusammengefasst.

3D

Bei 3D kommen wir alle vermutlich alle zum gleichen Ergebnis, da es um die räumlichen Dimensionen geht, egal ob wir über das reale oder digitale Bauwerk sprechen.

4D

Die vierte Dimensionen ist die Zeit. Mit Raum und Zeit können wir beschreiben, wie ein reales und ein digitales Bauwerk entstehen. Die zeitliche Abfolge des Entstehens eines realen und digitalen Bauwerks können deutlich voneinander abweichen. Die Zusammenarbeit und die Abfolge der Aufgaben von Teams in der Planung und Teams auf der Baustelle können stark voneinander abweichen. In der Planung suchen wir nach der optimalen Lösung für ein Bauwerk und auf der Baustelle soll dann eine optimale Planung Realität werden.

5D

Die fünfte Dimension sind bei mir die Komponenten Mensch, Material und Geld. Ich nehme lieber den Begriff Komponente als den Begriff Source. Einen Menschen als Source zu bezeichnen finde ich immer ein wenig fragwürdig. Die Qualität der Teams und deren Arbeit, die Auswahl des geeigneten Materials für das Bauwerk, die optimale Gestaltung der Hilfsmittel und die zur Verfügung stehenden Budgets sind für eine effiziente und produktive Erstellung eines realen und digitalen Bauwerks ausschlaggebend.

6D

Die Digitalisierung ist für mich die sechste Dimension. Erst ein sinnvoller Einsatz der Digitalisierung sorgt für eine noch bessere Effizienz und Produktivität. Die Digitalisierung soll alle Teams in jeder Phase des Bauens nachhaltig unterstützen. Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Hilfsmittel, dass und voranbringen kann. Zum Beispiel sind 3D-Drucker in der Lage ein Teil eines kompletten Bauwerks zu erstellen. Ob das eingesetzte Material nachhaltig ist, ist eine andere Frage. Oder zum Beispiel können wir mit Datenbrillen und dem Einsatz von X-Reality vielen Prozesse in den Entstehungsphasen sinnvoll unterstützen. Wir können durch den Einsatz an vielen Stellen die Zahl von Besprechungen mit realer Anwesenheit der Teams minimieren. Corona sorgt gerade in diesem Bereich für einen gewissen Schub.

7D

Nun wird es ein wenig abenteuerlich aber nicht ganz abwegig. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz wäre für mich die siebente Dimension. Künstliche Intelligenz wird aber den Menschen in vielen Bereichen der Bauindustrie nicht so schnell ersetzen können. Künstliche Intelligenz könnte uns aber dabei helfen, unsere Entscheidungen im Vorfeld zu überprüfen. Künstliche Intelligenz könnte uns Vorschläge und Alternativen unterbreiten. So könnten vielleicht Fehler frühzeitig vermieden werden. Künstliche Intelligenz benötigt aber viele digitale Daten aus allen Bauphasen, um sinnvolle Vorschläge zu präsentieren. Es ist noch ein weiter Weg und setzt voraus, dass wir in 6D die Grundlagen dafür erarbeiten.

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